Montag, 9. Juli 2012

Das Wesen der Hausmeisterei

                                                       Bildquelle: http://www.google.com/                                                          
Jedes Mal wenn ich irgendwo bin werde ich gefragt was ich so tu. Ich bin Student. Das allein ist ja schon oft ein Ausdruck der belächelt wird. Die Frage nach dem „was“ beantworte ich meistens mit „Hausmeister und Immobilienmakler“. Die überwiegende Reaktion ist Gelächter. Erklären Sie mal jemandem der in diesem Bereich nicht zu Hause ist was an Ihrem Klingelschild steht und was sich hinter dieser Tür abspielt. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass in den letzten Jahren jeder Hausmeisterdienst das Label „Facility Management“ trägt. Ob das nun als Vor- oder Nachteil zu betrachten ist sei mal dahingestellt. Es wird über uns gesprochen.
Wir, die ewig unterschätzen die alles daran setzen das unaufhaltsame zu bekämpfen. Was ich meine? Den Verfall! Facility Management ist das Aufhalten von innerem und äußerem Verfall. Der bezieht sich nicht unweigerlich nur auf das Gebäude sondern ja nun mal auch auf Strukturen innerhalb eines Unternehmens. Das wissen wir dank zahlreichen Definitionen, dank den drei Bereichen des FM und den fundierten wenn auch veralteten Büchern zu unserem Thema. Die Komplexität wächst. Im Ende können wir alles. Nur wie sinnvoll ist alles? Wir reden hier über Energie Contracting, Sicherheitsdienste, Instandhaltungen. Das ist ein breites Feld.
Ein Feld auf dem jeder eine Schlacht gewinnen will. Am besten nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten. Nachhaltig eben. Alles soll nach uns also auch noch halten. Aber eigentlich passt das so gar nicht zu unserer Gesellschaft, oder? Der Mensch strebte schon immer nach dem Neuen, nach dem Unerreichbaren. Das liegt in unserer Natur. Doch wollten wir schon immer etwas schaffen was unserer Nachwelt erhalten bleibt. Und da muss eben einer dafür sorgen, dass es nicht rein regnet, dass alles ansehnlich bleibt. Ach ja und ich trage täglich auch meinen Teil dazu bei. In diesem Sinne: „ I kehr for you!“
Ihre angehende Facility Managerin
Juliane Schmidt

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